Die Wirkweise der Biochemie nach Dr. Schüßler

Der erwachsene menschliche Körper besteht aus ca. 100 Billionen Zellen, die sich aus der Flüssigkeit im Raum zwischen den Zellen ernähren. Damit die einzelne Zelle die Mineralstoffe aus der Nahrung, die sich in diesem Zellzwischenraum befinden, aufnehmen kann, muss sich in ihrem Inneren der entsprechende Mineralstoff in stark potenzierter Form befinden. Auf diese Weise sollen die Mineralstoffe aus dem Zellzwischenraum wie durch Magneten ins Zellinnere gezogen werden.

Nicht mit Nahrungsergänzungsmitteln zu vergleichen
Aufgrund ihrer homöopathischen Aufbereitung (Potenzierung) werden die Mineralstoffe der Schüßler-Salze aus Sicht der Biochemie-Therapeuten als zelleigene Bestandteile eingestuft, wodurch sie direkt ins Zellinnere gelangen können. Somit erhöht sich in diesem Sinne quasi die Anzahl der zelleigenen „Magneten“, was beschleunigend bei der Integration der Mineralstoffe aus dem Zellzwischenraum ins Zellinnere wirkt. Entscheidend bei der Mineralstoffaufnahme sei demnach deren Integration ins Zellinnere und nicht die höchstmögliche Zufuhr von Mineralstoffen in den Zellzwischenraum.
Ein Beispiel:
Eine Nahrungsergänzung mit Kalziumtabletten erreicht lediglich den Zellzwischenraum. Wie viel davon letztendlich in die Zelle eingebaut werden kann, ist abhängig von der Anzahl der bereits im Zellinneren vorliegenden Mineralstoffe in stark potenzierter Form ("Magnete"). Ein eventueller Überschuss an Kalzium im Zellzwischenraum, der nicht in die Zellen integriert werden kann, wird im günstigsten Fall vom Körper einfach wieder ausgeschieden, ohne überhaupt jemals sein eigentliches Ziel, das Zellinnere, erreicht zu haben. Er kann allerdings auch auskristallisieren und sich möglicherweise als Nierenstein ablagern.

Aus diesem Grund sollte der Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln von außen immer zunächst die optimale Integration der bereits im Körper befindlichen Mineralstoffe ins Zellinnere vorangestellt werden. Erst bei ausbleibendem Erfolg einer ausschließlich biochemischen Therapie nach Dr. Schüßler ziehe ich unter klar definierten Umständen die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln in Erwägung - und auch dann nur in Verbindung mit den entsprechenden Schüßler-Salzen, da es ja sonst, wie ich meine, keinen Sinn ergibt.

Schüßler-Salze bewirken jedoch nicht nur die optimale Aufnahme von Nährstoffen aus dem Zellzwischenraum in die Zelle, sondern durch die damit erhöhte Aufnahmefunktion auch der Darmzellen ebenfalls eine erhöhte Nährstoffaufnahme aus der Nahrung, die ja den Darm passiert. Gerade in der heutigen Zeit, in der immer weniger Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente in der Nahrung enthalten sind, ist die optimale Nutzung zumindest der wenigen noch darin vorhandenen Nährstoffe besonders wichtig.
Verteilungsstörungen im Mineralstoffhaushalt sind über die rein naturheilkundlich determinierte Antlitzdiagnostik (z.B. braune Schatten um die Augen, Tränensäcke, "Altersflecken") für den Behandler schnell offensichtlich.

Auch die Schüßler-Salze werden vom Gesetzgeber den Homöopathika und damit den anerkannten besonderen Therapierichtungen zugeordnet, ohne Anspruch auf Anerkennung durch Schulmedizin und naturwissen-schaftliche Beweisführung.